Als allererstes möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ihr so lange nichts mehr von mir gehört habt. Es ist nicht so, dass ich Deutschland und euch vergessen habe, aber manchmal habe ich einfach nicht das Bedürfnis über Deutschland nachzudenken. Ich lebe im hier und jetzt, das bedeutet für mich, dass ich in Südafrika bin und mir hier ein soziales Netz aufbaue. Deutschland ist für mich meistens Vergangenheit, etwas mit dem ich gedanklich erstmal abgeschlossen habe. Ich habe die Schule beendet, seit September fängt für mich endgültig ein neuer Lebensabschnitt an mit neuen Zielen und Prioritäten. Das Ziel ABI mit entsprechendem NC habe ich geschafft. Ich habe es auch geschafft mich in Südafrika zu verständigen und halbwegs zu integrieren. Meine neuen Ziele sind, dass ich das nächste halbe Jahr noch tiefer in die Kultur eintauche, sodass ich nächsten August sicher behaupten kann, diese Land nicht nur kennengelernt sondern auch verstanden habe. Ich merke jetzt schon, dass sich mein Standpunkt verschoben hat. Anfangs habe ich noch täglich die Seite von Tagesschau.de mehr als gründlich gelesen, jetzt überfliege ich meist nurnoch die Schlagzeilen. Themen wie Ukraine, Eurokriese, Terrorismus und IS berühren mich plötzlich recht wenig. Ich kann kann nicht beschreiben wieso mich derart wichtige und teilweise schreckliche Nachrichten weniger bewegen als noch vor wenigen Monaten, aber ich werte es mal als positiv, dass ich mich auch gedanklich von dem europäischen Einfluss lösen kann. Das Programm heisst Seitenwechsel und ich fühle gerade wie ich wechsel. Es ist ein komisches Gehühl das was am jahrelang als so nah erfahren hat plötzlich aus der Ferne zu beurteilen, man relativiert viel stärker.
Das waren jetzt sehr persönliche Gedanken, bei den ich nicht sicherbin ob ich sie richtig formuliert habe oder wie ich es ausdrücken soll. Mir war aber wichtig euch mitzuteilen warum ich keinen grossen Kontakt nach Deutschland halten kann. Vielleicht sind diese Gedanken auch nur für mich logisch, aber ich hoffe ihr könnt mich verstehen.
Bei meinem Zwischenseminar in Howick habe ich mich mir vielen anderen Freiwilligen zu verschiedenen Themen ausgetauscht. Wir haben über unsere Erfahrungen und Erlebnisse gesprochen, über Probleme und eventuelle Lösungen sowie über unsere Ziele. Es war sehr interessant zu hören wie es den anderen geht und wer was erlebt hat. Dabei ist mir sehr deutlich geworden wie unterschiedlich die einzelnen Projekte sind. Was für ein Unterschied entsteht, ob man im Township, auf dem Land oder in der Großstadt wohnt und arbeitet. Da Drama for Life an die Uni gebunden ist, herrscht hier auch eine akademische Atmosphäre in er kein Platz für Gewalt, Rassismus und Religion ist. Ganz ändert sieht das in eineigen anderen Projekten aus. Selbst die Arbeitsweise ist bei und vergleichsweise strukturiert und ordentlich. Natürlich haben wir auf dem Seminar nicht den ganzen Tag über diskutiert und gegenseitig zugehört. Wir haben auch Rugby gespielt und gemeinsam Filme geschaut. Nebenbei hatten wir haben wir uns auch noch gegenseitig umgebracht und Briefe geschrieben. Die Yogaeiheit vor dem Frühstück möchte ich auch noch einmal erwähnen, vielen Dank an dieser Stelle an Max und Regina! Insgesamt war es ein sehr schönen Seminar, ich freue mich schon auf das Nachbereitungsseminar mit euch! Allerdings bin ich immernoch ein wenig zerrissen, da ich natürlich auch sehr gespannt bin, was die Freiwilligen aus Indien, Malawi und Südamerika zu berichten haben. Wie ich es mache dass ich beide Gruppen wiedersehe weiss ich noch nicht, es ist auf jeden fall Thematisch sinnvoller am Seminar für die Afrikafreiwilligen teilzunehmen.
Jetzt aber genug über meine Gedanken gebschwafelt, das soll ja kein innerer Monolog werden... ;)
Nun erzähle ich endlich was im Januar und Feburas so alles passiert ist. Womit wir beim zweiten Grund wären, weshalb ich seit längerer zeit nicht mehr auf meinem Blog aktiv war. Es gab einfach soo viel Arbeit und auch am Wochenende war immer was los. Angefangen hat es im Januar mit einem Filmdreh für die UJ (University of Johannesburg). Da die WITS das besseres Filmmaterial hat und auch ein paar Leute die sich mit Kameas, Licht und Ton auskennen hat die UJ gefragt ob wir von DfL nicht für deren Campus Healf ein Werbefilm drehen könnten. Auch Judith und ich waren bei den Filmarbeiten beteiligt, allerdings nur als Helfende Hand die das richtige Kameraobjektiv aus dem Koffer bringen soll oder für ein paar Minuten den Reflektor halten soll. Es war sehr interessant mal hinter die Kulissen eine Semiproffesionellen Filmdrehs zu schauen. Es ist einfach irre wie penibel man auf die richtige Beleuchtung oder auf die Position der Wasserfläche achten muss, damit beim zusammenschnitt keine logischen Fehler zu sehen sind.
In der Woche vor meinem Zwischenseminar war es meine Aufgabe ein kleines Informationspakete für die neuen Studenten zusammenzustellen. Nach dem Seminar ging es dann erst richtig los, es war o-week (Orientierungswoche) bei der sich alle Studentenorganisationen und andere Clubs auf einer Art Plaza den neuen Studenten präsentieren. Auf verschieden Schichten verteilt saßen wir an unserem Informationstisch und haben dein interessierten Studenten von Drame for Life erzählt. Ziel war es, dass sich möglichts viel Studenten,die in ihrem Studiengang eher weniger mit Theater zu tun haben sich samt Kontaktdaten in eine liste eintragen. Daraus ist nun ein e-Mailverteiler mit über 200 Kontakten entstanden. Die Vision ist eine Studenten cominity zu haben die Fucultätsübergreifend sich an der Theaterprojekten beteidigt und von den Aufführungen Notiz nimmt.
Im Büro hat das Jahr auch wieder voll angefangen mit wöchentlichen meetings bei denen die kommenden Projekte besprochen werden. Es gibt auch wieder einmal pro Woche Townhall, wofür Judith und ich den grossen Seminarraum mit 50 Stühlen bestücken müssen und durch Plakate darauf aufmerksam machen. Die letzten zwei Wochen waren abends auchnoch Thaeteraufführungen von Masterstudenten. Judith hatte die Aufgabe diese Aufführungen zu Dokumentationszwecken zu filmen.
Auch in unsere Freizeit waren wir viel unterwegs. da haben wir durch Zufall eine ehemalige Mitarbeiterin von Drama for Life beim einkaufen getroffen, und schwups hat sie Judith, Laura und mir Freikarten für das erste Rugbyspiel in diesem Jahr geschenkt. Das Spiel fand im Ellison Park Stadium statt. Die Atmosphäre während des Spiels ist fast mit der bei deutschen Fußballspielen zu vergleichen, es gibt Fängesenge deren Text als eine Art Karaoke auf Grossbildschirmen gezeigt wird.
Am folgeden Wochenende waren wir beim Geburtstag von Josi in Soweto. Es war eigentlich geplant dass wir Freiwilligen zusammen etwas für uns kochen. Glücklicherweise haben wir etwas mehr gekocht, dann als das essen fertig war, wollten alle etwas davon Abbhaben, die gerade in der nähe waren. So wird Gastfreundschaft in Soweto verstanden, wenn jemand bei einer Feier etwas für mehrere Leute kocht, dann ist das gleich für alle die in der nähe sind, egal ob sie von der Gastgeberin eingeladen waren. Soweto ist trotz seiner 2 Millionen Einwohner irgendwie wie ein Dorf, auf der Straße kennt jeder jeden und wenn es essen gibt essen alle zusammen.
Weiterhin waren Judith und ich an einem anderen Wochenende Laura in Vanderbilspark besuchen. Da das Wetter super war, haben wir den halben Tag bei ihr im Pool verbracht. Vanderbilpark ist etwa eine Stunde Fahrzeit südlich von Johannesburg. Die Wohngegendden erinnern ein wenig an Parkview, es sind Bungerlows oder Einfamilienhäuser die von einem Garten umgeben sind. Um das Grundstück herum ist ein hoher Zaun oder eine Mauer. Auf nahezu jedem Grundstück sind ein bis zwei Hunde, die sofort anfangen zu bellen, wenn sich jemand dem Zaun nähert.
Nun wäre ich auch schon bei meinem letzten Wochenende. Am Sonntag waren Judith und ich nach dem Gottesdienst mit den Kindern von der St. Peters Childcare im Freibad. Natürlich war auch Judith M. dabei, außerdem ist noch Alina (unsere Vorgaengerin) mitgekommen. Die Kinder waren total aufgeregt und haben alle paar Minuten gefragt wann wir den endlich losgehen. Im Freibad angekommen stellte sich heraus, dass die meisten nicht wirklich schwimmen konnten, also ist immer einer von uns mit den Kindern im flachen Wasser geblieben. Es war nicht so verwunderlich, das die Kinder nicht schwimmen konnten, da einige von ihnen nochnichtmal eine Badehose besessen hatten. Für diesen Ausflug haben Alina und Judith M. extra schwimmschachen kaufen müssen. Auf dem Rückweg sind wir dann noch einwenig auf bei einem Spielplatz im Zoo Lake Park geblieben. Dieser Spielplatz war extrem voll, da viele Südafrikanische Familien am Wochenende mit dem Auto zu einem solchen Park fahren und dort zu Braaien. Als wir schließlich wieder bei der Kirche waren, hat eins der Kinder zu uns gesagt, dass es den Ausflug sooo schön fand und nun morgen in der Schule endlich erzählen kann was es am Wochenende erlebt hat. Das hat mir wieder gezeigt wie wichtig kleine Sachen für andere sein können. Das habe ich auch in meinem zweiten Rundbrief Theamtisiert, der von Begegnungen und meiner Arbeit handelt. Wer Interesse hat, auch diesen zu lesen, kann mich gerne kontaktieren.
Mittwoch, 4. März 2015
Freitag, 16. Januar 2015
Endlich wieder Alltag
In meiner ersten normalen Arbeitswoche in Joburg gab es nicht viel zu erzählen. Im Büro war niemand außer Judith und mir. nahezu niemand hat angerufen und ich habe sehr wenige e-mails von Studenten bekommen. Somit hatte ich zwischendurch also genug Zeit meine Blogeintraege über die Reise zu schreiben. Außerdem hatte ich genügend Zeit mich ausführlich über die Ereignisse in Frankreich und Deutschland zu informieren. Irgendwie bin ich gerade ganz froh nicht in Europa zu sein. Andererseits kann ich von hier auch nicht meine Meinung verdeutlichen.
Zur Abwechslung hat Jannine (eine ELM Freiwillige aus einem Projekt in Cramond/KwaZulu Natal ) die Woche über in Joburg Urlaub gemacht und bei uns im Wohnzimmer gewohnt.
Am Wochenende waren wir dann im Origin Center. Das ist ein Museum über die Entstehung der Menschheit in SA und über die San und die Bantu Kulturen. Es war sehr informativ und man erfährt in einer guten Stunde sehr viel über die ursprünglichen Kulturen aus Südafrika. Außerdem waren wir mal wieder in Rosebank um einen Großeinkauf zu machen.
Zur Abwechslung hat Jannine (eine ELM Freiwillige aus einem Projekt in Cramond/KwaZulu Natal ) die Woche über in Joburg Urlaub gemacht und bei uns im Wohnzimmer gewohnt.
Am Wochenende waren wir dann im Origin Center. Das ist ein Museum über die Entstehung der Menschheit in SA und über die San und die Bantu Kulturen. Es war sehr informativ und man erfährt in einer guten Stunde sehr viel über die ursprünglichen Kulturen aus Südafrika. Außerdem waren wir mal wieder in Rosebank um einen Großeinkauf zu machen.
Nun ist es an der Zeit,
dass wir Freiwillige aus und um Joburg wieder anfangen eine gute
Tradition unser Vorgänger weiterzuführen. Jeden Dienstag bekommt
die St. Peters Gemeinde in der Judith tätig ist eine Lieferung von
fast abgelaufenen oder nicht mehr weiterverkaufbaren Lebensmitteln.
Der Großteil davon wird an bedürftige Gemeindemitglieder verteilt.
Manchmal bleibt jedoch etwas übrig, was keiner der Südafrikaner
haben möchte. Das sind dann beispielsweise Glutenfreies Brot oder
europäische Schimmelkäse. Dann treffen können sich auch nicht
bedürftige etwas nehmen. So bekommt Judith fast jeden Dienstag eine
größere Ladung hochwertiger teilweise europäischer und damit
teurer Lebensmittel. Diese haben wir letzten Dienstag alle gemeinsam
zu einem Leckerem Gericht verarbeitet. Es gab Pap mit gemischtem
gekochtem Gemüse (Zwiebel, Aubergine, Fenchel, Mais, Brokkoli und
Tomaten), einem Großen Salat und etwas Rindfleisch. Zum Nachtisch
gab es noch Schokolade und Melone. Das große Kochen fand bei uns in
der Küche statt und es war ein sehr schöner Abend. Einzig der
riesige Berg an Geschirr den wir abspülen mussten, dämpfte die
Laune ein wenig.
Seit dieser Woche gibt es wieder etwas mehr zu tun, fast alle anderen Mitarbeiter sind zurückgekommen. Ich habe die Aufgabe alles für die Registration der Studenten vorzubereiten. Dazu gehört auch das ausfuellen der Fees Quotation Forms für jeden der knapp 50 Studenten. Das ist ein Formular in das ich zunächst sämtliche persönliche Daten der Studenten eintragen muss (die erforderlichen Daten stehen in verschiedenen exeltabellen und in anderen nicht Digitalen Ordnern). Anschließend muss ich auch noch die zu belegenden Kurse sammt Nummern eintragen. Nun weiss ich auswendig welche Kursnummern man für Master in Drama Therapy belegen muss...
Teil sechs meines Reisetagebuchs, Durban und Joburg
Tag 14, von Coffee Bay nach Durban, Dienstag 30.12.14
Dieses mal hatten wir
beim Transport nach Muthata zurück zum Baz Bus Glück. Kein
überfülltes Taxi, sondern das große Privatauto des Bp. Das war
auch notwendig um das Surfboard eines anderen Reisenden zu verstauen.
In Muthata angekommen
haben wir zusammen mit ein paar anderen von uns freiwilligen noch 1,5
h auf den Bus gewartet. Als dieser endlich ankam, entpuppter es sich
als ein normales Taxi und nicht als der übliche Baz Bus mit ein paar
mehr sitzen. So war der Bus schon beim 2. Stopp überladen, insgesamt
mussten 3 Personen auf dem Boden oder auf Eimern sitzen.
Landschaftlich war es (solange man durch den dichten Nebel etwas
erkennen konnte) recht Bergig mit ein paar Xhosa Häusern und
Viehherden.
Als wir um 10pm Durban
in unserem Bp (Banana Backpacker) waren, wollten wir eig. Recht
schnell schlafen. Stadtessen erwartete uns erst einmal laute Musik
und der Rest unser Freiwilligengruppe aus dem südlichem Afrika.
Das Bp war schon nach
den ersten paar stunden das mit Abstand schrecklichste Bp was wir
hatten. Zunächst einmal hatten wir für die erste Nacht keine
Bettdecken (ob die betten wirklich für uns frisch bezogen wurden
bezweifele ich stark), da diese wohl noch trocknen müssten. An der
Rezeption hat sich auch erst nach einigem warten jemand um uns
gekümmert. Als wir um Mitternacht noch Lauras Geburtstag gefeiert
hatten, wollten wir auch endlich schlafen.
In unserem Zimmer (und
im restlichem Bp) waren jedoch überall Schaben!!! Somit haben wir
nur mit ekel die oberen Betten zum schlafen benutzt, alle Rucksäcke
und Taschen wurden ebenfalls auf ein oberes Bett gestellt. (wir
wollen jetzt nicht überlegen, dass derartige ausgewachsene Schaben
ohne Probleme das Bett hätten hoch krabbeln oder fliegen können)
Ich habe ja bekanntlich
kein Problem lebende, adulte Schaben in einer Kiste zu halten und
lebendig mit der Hand zu verfüttern, aber der Gedanke, dass die
Schaben nicht in der Kiste sind, hat selbst mich angeekelt.
Tag 15, Durban, Mittwoch 31.12.14, Silvester
Nach einer kurzen Nacht
mit widerlichen Träumen ala Gregor Samsa (Kafka, die Verwandlung)
ging es zum „uShaka“. Das ist ein großer Rutschpark mit
angrenzender Marine world. Da das Wetter leicht nieselig und weniger
warm war, war auch nicht so viel los. Wir konnten häufig ohne
anstehen zu müssen rutschen. Meine Lieblinge waren dabei die
Dunkelrutsch und die Trichterförmige rutsche. Zwischendurch haben
wir uns noch die Delphinshow angesehen und sich in Reifen auf einer
Art Kanal durch den Park geschippert. Mittags sind wir schließlich
für den Braai am Abend einkaufen gegangen, haben endlich
gefrühstückt (bzw. Mittagesessen) und haben uns wieder schlafen
gelegt. (am Tag waren keine Schaben zu sehen).
Gegen 9pm ging es dann
mit 29 Personen in einem Taxi für c.a. 15-17 Personen zu einer Party
von der Freundin einer Freiwilligen aus Duban. Auf der hinfahrt
musste der Fahrer auf einer recht Großen Straße wenden um nicht in
eine Polizeikontrolle zu geraten....
Das Haus der Freundin
stand in einer recht wohlhabenden Wohngegend mit bestem Blick auf
Durban. Wir waren zwar deutlich mehr deutsch Freiwillige als
Südafrikaner, der Braai war jedoch sehr schön. Endlich waren wir
alle zusammen und konnten ausgelassen Feiern. (jetzt waren ja auch
die Freiwilligen dabei die am 24. nicht in J-Bay sein konnten. Sogar
Agnes und Tobi haben es noch um 10 zur Party geschafft, nachdem sie
den Vormittag noch in Muthata verbracht hatten.
Um Mitternacht standen
wir alle Draußen und haben das Feuerwerk über Durban beobachtet.
Das war kürzer als erwartet (5-10 min), da in SA Feuerwerk aufgrund
der hohen Waldbrandgefahr teilweise Illegal ist. Anschließend haben
wir uns alle umarmt und „Happy New Year“ oder „Frohes Neues“
gewünscht. Bei 30 Personen dauert das schon ein wenig,bis man jeden
einmal umarmt hat!
Gegen 5am hat uns das
Taxi wieder zum Bp gebracht, dieses mal wurde aber zweimal gefahren.
Es wurde schon langsam Hell am Himmel, die Musik wurde aber nicht
leiser.
Tag 16, Durban, Donnerstag 1.1.15, Neujahr
Nachdem wir bis mittags
geschlafen haben, sind wir zu einer großen Mal in der Innenstadt
gegangen. Diese Mall war kein hochmoderner Glaskasten, sondern ein
altes Backstein Gebäude. Im Inneren sah es fast so aus wie in einem
Bahnhof, da das Dach aus Grauen Stahlträgern mit milchigem Glas
bestand. Da Neujahr in SA ebenfalls ein Feiertag ist, waren die
meisten Läden geschlossen. Glücklicher weise hatte jedoch P'nP
geöffnet. So konnten wir unsere Vorräte an Brot, Sauce und Nudeln
auffüllen. Als alles im Bp verstaut war, ging es in einer größeren
Gruppe an den Strand. Man hat uns vorher schon erzählt, dass es dort
Neujahr sehr viel los sein soll...Auf der Straße mussten wir nur dem
Strom an Menschen folgen. Am „Strand“angekommen, konnte man vor
lauter Menschen keine Sand mehr sehen. Im bewachten Wasserabschnitt
waren wellen daran zu erkennen, dass sich die Menschenmasse auf und
ab bewegte. Überall auf der Promenade saßen Menschen. Ich weiß
nicht wie viele Tausende Menschen am Strand waren. Sehr auffällig
war, dass wie fast die einzigen Weißen waren.
An unserem aller
letzterem gemeinsamen Abend saßen wir alle zusammen auf den Balkonen
im Bp. Von der Straße unter uns war immer noch Musik zu hören.
Bleibt sich zu fragen, wann diese Leute schlafen und woher sie diese
Energie bekommen.
Tag 17, fahrt von Durban nach Joburg, Freitag 2.1.15
um 8:30am ging Judiths
und mein Bus nach Johannesburg. Dieses mal war es ein Citiliner von
Greyhound. Wir fuhren pünktlich eine halbe Stunde später ab.
Landschaftlich gibt es
auf der Stecke zwei verschiedene gebiete. Zunächst sind wir durch
die „Typische Afrika Landschaft“ gefahren mit hohem gelben Gras,
und vielen Schirmakazien. Die Flächen waren nur leicht hügelig.
Später wurden die
Bäume weniger, die Flächen bestanden aus Landwirtschaft (Mais und
Kartoffeln) oder Kühen, die vereinzelt auf riesigen weiden grasten.
Dazu war es deutlich Bergiger. Zwischen durch hoben sich Klar
Ausläufer der Drankensberge vom Horizont ab. Zunächst sind die
Berge leicht ansteigend dann kommt eine gerade Felswand und ein
flacher Gipfel, so ähnlich wie beim Tafelberg.
Als wir dann endlich
nach 9 Stunden fahrt die ersten Häuser von Soweto sowie die Skyline
von Joburg sehen konnten, fühlte es sich wie nachhause kommen an.
Vergleichbar mit den Gefühlen die bei mir entstehen wenn ich nach
langer fahrt endlich den Deister oder die ersten Häuser von Bad
Nenndorf erkennen kann. Nach knapp 2,5 Wochen hin und her reisen
freue ich mich jetzt aus „mein“ Bett und „unserer“ Wohnung.
Insgesamt war die Reise
jedoch super schön, ich habe sehr viel von dem Land gesehen in dem
ich noch höchstens 230 Tage leben darf. Es gab große unterscheide
zwischen arm und reich sowie schwarz und Weiß zu entdecken. Nur zwei
unser sechs Backpacker wurden von Schwarzen geleitet, sonst haben wir
häufig schwarz nur als Reinigungs- und Hilfskraft in den Backpacker
erlebt. Ich fühlte mich in den ersten Tagen in Kapstadt und
besonders in Knysnar leicht unwohl, da uns Touristen eine Weiße
Scheinwelt gezeigt wurde.
Ich kann aber jeden
stopp unser Reise nur weiterempfehlen, da jeder Ort für sich
einzigartig und besonders war. Meine persönlichen Highlights waren
der Tafelberg, Weihnachten in J-Bay, Addo Park und Silvester in
Durban. Zu Weihnachten und Silvester möchte ich anmerken, dass alle
anderen Freiwilligen und die dadurch entstehende fast familiäre
Gemeinschaft sehr viel zu diesen Highlight beigetragen haben.
Danke an alle die ich
auf dieser Reise kennengelernt oder Wiedergesehen habe, ohne euch
hätte etwas gefehlt !!!
Dienstag, 13. Januar 2015
Teil Fuenf meines Reisetagebuchs, Coffee Bay
Tag 12, Fahrt von PE nach Coffee Bay, Sonntag 28.12.14
Morgens ging es schon um 6:45 in PE los. Glücklicher weise konnte ich im Baz Bus noch ein wenig schlafen. waehrend 8 Stunden fahrt durch die Transkai und Homelands haben wir die Nadelwälder der Sunshinecoast verlassen und durchqueren eine grüne hügelige Landschaft. Immer wieder grasen auf den weiten wiesen Kühe, Schaafe oder Ziegen. Zwischen den Hügeln steht manschmal eine kleine Ansammlung von bunten Häusern. Manche sind rund, manche eckig. In Mthata mussten wir dann in ein Shuttle umsteigen, dass uns nach Coffee Bay bringen sollte. Problematisch war nur, dass das einzige Shuttle von einem anderen Bp bereits voll war. Also mussten wir in einem Taxi (Minni Bus) zum nächsten Taxirank fahren und von dort in einem Taxi nach Coffee Bay steigen. Fuer uns 3 war die fahrt jetzt nicht so besonders, die Schwedische Mitreisende ist allerdings zum ersten mal taxi gefahren und war etwas überrascht über die fülle und laute Musik im Taxi. Für uns war es jedoch auch das erste mal, dass wir mit einem Taxi tanken waren. Dabei wurde das Taxi samt Insassen, während des Tankvorgangs, von links nach rechts geschüttelt. Dabei wird das Benzin (oder Diesel) besser verteilt damit mehr getankt werden kann. (so ist zumindest unsere Theorie). die Fahrt fuehrte durch eine sehr ländliche Gegend. Mehr als einmal stand das Taxi Hupend auf der Strasse, weil eine Kuh den Weg versperrte. In dieser Gegend ist Xhosa die dominierende Kultur und Sprache. Dazu gehören auch die "Typisch Afrikanischen" runden Häuser.Coffee Bay hatten wir uns als groesseren Touristischen Ort vorgestellt. Uns erwartete ein kleines Dorf mit schlammigen (es ist Regenzeit) Strassen. Unser Bp Sugar Loaf (http://sugarloafbackpackers.com/ ) liegt direkt am Wasser der Lagune, von den Gartnliegen aus kann man sehr gut den Strand und das Meer sehen. Sehr schön ist auch unser Doorm. Wie schlafen in einem klassischem rundemHaus mit Strohdach. Zu den zahlreichen Hunden in unserem Bp gesellen sich als Haustiere auch viele kleine Gekos, die an den Wänden entlanglaufen.
Tag 13, Coffee Bay, Montag 29.12.14
Nun hatten wir einen ganzen Tag in Coffee Bay. Da wir uns nicht sehr viel vorgenommen hatten, haben wir den Vormittag im Bp verbracht. Also legte ich nicht mit meinem Buch auf eine der Liegen. Kurze Zeit später legten sich zwei der Hunde zum schlafen auf mein schoss.Als wir gegen Mittag zu einer kleinen runde durch das Dorf aufgebrochen sind, gab es nicht sehr viel zu sehen. Fast jedes zweite Haus war ein Bp. was ein Restaurant und Surfkurse anbietet. Es gab weder ein ATM noch ein Supermarkt. Dafür ein kleinen Shop mit Handarbeitsprodukten.
Das Dorf wurde von einem kleinem Fluss durchquert, an der einen seite gibt es eine ganz neue Brücke, an der anderen Seite nur ein paar Steine... Auf der einen Uferseite wurden wir sogleich von ein paar Frauen angesprochen, die uns Peerlen und Muschelketten verkaufen wollten. Tatsächlich haben wir dann etwas gekauft um die Lokale Wirtschaft zu unterstützen. Auf dem weiten weg zum Strand wurden wir noch häufig von irgendwem (auch Kindern) angesprochen, die uns etwas (meistens Armbänder) verkaufen wollten. So häufig und Aufdringlich hatte ich es noch nie in SA erlebt. Natürlich gibt es auch in Joburg obdachlose und sehr arme Menschen die vor den Supermärkten sitzen oder an Ampelkreuzungen Sachen verkaufen, diese sind aber meistens nicht so aufdringlich.
Der erste Blick vom Strand waren nur ein paar Felsen. Später am Tag sind wir noch zum "richtigem" Strand gegangen. um dort hinzugelangen mussten wir noch einen kleinen Pfad über eine mit dichten Büschen beswachsenden Hügel entlanglaufen. In den Büsche war es feucht warm und es hat überall gezirpt. Nach den Büschen ist man auf ein Abhang aus |Rasen gestossen. Von dort konnte man das Meer und die Lagune mit dem Strand sehen.Wir sind garnicht mehrzum Strand gegangen, da der Rasen auch recht bequem war und nacher nicht wieder alles Sandig ist.
Diesen Abend sassen wir noch am Lagerfeuer und haben der Trommelmusik gelauscht.
Donnerstag, 8. Januar 2015
Teil vier meines Reisetagebuchs, Port Elizabeth
Fortsetzung 25.12.14, 22:00, Port Elizabeth
nach
nur 50min waren wir schon in PE. Es war schon alles dunkel. Das Bp
(Lungile Lodge http://www.lungilebackpackers.co.za/
) von uns (Jannine, Judith W. und ich) ist nur knapp 10min vom Bp
(Helicater http://www.helibackpacker.co.za/
) von Agnes und Tobi entfernt. Da wir komischer weise noch nicht müde
waren haben wir uns kurz nach dem Check in getroffen und sind zum
"Strand" gegangen. Dieser entpuppte sich als eine
Betonmauer, hinter der ein wenig Sand zu sehen war. Nachdem wir
endlich ein weh nach unten gefunden hatten, setzten wir uns auf eine
kleine Mauer hinter ein paar Felsen ans Wasser. glücklicher Weise
haben wir uns nicht auf die Felsen gesetzt. Die Wellen waren nämlich
so stark, dass sie hoch über die Felsen spritzten (wir blieben in 2
Meter Entfernung Trocken). Der Nachthimmel von PE war jedoch nicht
mit dem von J-Bay zu vergleichen, viel zu hell durch die
Straßenbeleuchtung.
Tag 10, Port Elizabeth, Freitag 26.12.14, 2. Weihnachtsfeiertag
Heute
wollen wir PE etwas erkunden. Relativ schnell waren wir bei Bayworld,
was laut Agnes Reiseführen ein Aquarium sein sollte. Es stellte sich
jedoch heraus, dass es nicht eindeutig zu definieren ist. Zum einen
gibt es ein Teil über Würgeschlangen, Schildkröten und Krokodile.
Nebenan stehen dann Dinosaurier (so weit ganz passend). Anschließend
kommt jedoch ein Museum über Schifffahrt, Kolonialgeschichte,
Afrikanische Kultur, Evolution, Afrikanische Tiere, Wale, Muscheln,
Mode und Photographie. Wir haben uns mehr al einmal gefragt, wo der
rote Faden geblieben ist. Ich sehe zumindest kei Zusammenhang
zwischen Evolution der muschelartigen Tiere und Mode (Haute Couture).
Neben
dem Museum war dann auch Tatsächlich das Aquarium mit c.a. 10 klein,
unschön eingerichteten Becken. Draußen gab es noch eine
Seelöwenshow in einem Becken in dem zwei große Meeresschildkröten
schwammen und eine Pinguinfütterung. Insgesammt ist anzumerken viele
der Tiere in zu kleinen oder schlecht eingerichteten Gehegen gehalten
wurden !
Anschließend
gab es Weihnachtsessen Nr.2, eine leckere Pizza beim Italiener mit
Meerblick.
Nun
noch schnell einkaufen gehen... Der nächste P&P sollte nur 15min
entfernt sein. Nach 20min kamen wir dann zu einem Spar. Das ist der
kleine Haken bei Auskünften in SA. Niemand gibt freiwillig zu, dass
er es nicht wisse. Also sollte man immer mindestens 2 Personen
unabhängig voneinander fragen. Sagen beide das Selbe ist es
wahrscheinlich richtig, sind die Meinungen unterschiedlich fragt man
weiter oder findet von alleine den richtige Weg (nicht immer der
Mittelweg). Abends haben wir noch in unserem Bp gechilld.
Tag 11, Addo-Elephant-Nationalpark, Sammstag 27.12.14
Für
Heute war wein Trip in den Addo - Elephant - Nationalpark gebucht.
Das ist der drittgrößte National Park in Südafrika. Um 9:00 hat
uns unser Tourguide am Bp abgeholt. Wir saßen dann mit 4 andern (ein
deutscher Freiwilliger und seine Familie aus Göttingen) in einem
Kleinbus. Leider ließen sich nur die Fahrer und Beifahrer sowie ein
anderes Fenster zum Photographieren öffnen. Außerdem war es den
ganzen Tag über leicht nieselig. Trotzdem haben wir einige Elefanten
ganz nah gesehen. Ein junger Bulle stand nur ein Meter von dem Auto
entfernt! Es ist einfach unglaublich und ganz anders als in einem Zoo
oder Safaripark.
Am
häufigsten haben wir Warzenschweine, Zebras und Kudus gesehen.

Aber
auch eine Herde Büffel lag in einiger Entfernung im Gras.
In
weiter Ferne konnten wir sogar zwei männliche Löwen entdecken. Richtig zu sehen waren sie aber nur mit Fernglas oder gutem
Kamerazoom (zumindest wenn man weiß wo man suchen muss).
Weiterhin
konnte Elenantilope (Taurotragus oryx),
Südliche Grünmeerkatze (Chlorocebus
pygerythrus)
Strauß (Struthio
camelus), Sekretär (Sagittarius
serpentarius)
, Fuchsmanguste (Cynictis
penicillata),
Schabrackenschakal(Canis
mesomelas), Kuhantilope
(Alcelaphus buselaphus),
Pantherschildkröte (Stigmochelys pardalis),
flightless dung beetle (Circellium bacchus) und ein paar nicht näher bestimmte wundervolle Vögel gesehen werden.
Um die Big 5 zu vervollständigen fehlen also nur noch Leopard und Nashorn. Ich möchte aber irgendwann auch noch Giraffen, Nilpferde und Gepard in freier Wildbahn sehen. Aber dazu habe ich ja noch 9 Monate Zeit.
Fazit PE:
Mittelgrosse Hafenstadt, unser Bp war an der falschen Seite der Bucht (es soll aber ein schönen Strand geben)
Fazit Addo:
Auf jedenfall bei gutem Wetter und im offenen Fahrzeug mit Führer buchen!
Bewertung Bp:
Ambiente
(Chillfaktor): 8 Sofas
Lage: 7 5min Wasser, 20 min Shop
Servicefreundlichkeit: 8 nett
Einrichtung: 8 Alt Afrika
Kommentar: endlich mal keine weiße Leitung, 12er DoormMittwoch, 7. Januar 2015
Teil drei meines Reisetagebuchs, Jeffrey's Bay
Tag 8, Jeffrey's Bay, Mittwoch 24.12.14, Weihnachten
Es
ist blauer Himmel und c.3. 30*C, von weitem höre ich das Meer
rauschen als ich aufwache. Gegen 12 geht es von unserem Bp. (Hard
Rock Backpacker http://hardrockbackpackers.co.za/
) Richtung main beach. Dort verbringen wir den Halben Tag und Baden
im wunderbaren Indischem Ozean mit großen Wellen und schönem weißem
Sandstrand. Da Weihnachten ist, bauen wir alle einen "Schneemann"
aus Sand. Das ist deutlich schwerer als aus Schnee, da der Sand nicht
so stark klebt und oft auseinander fällt. Dafür kann man mit
Muscheln ein besseres Gesicht legen und die Finger werden nicht kalt.
Am
Weihnachtsabend haben wir und dann alle in unserem Bp zum Braai
getroffen. Es war ein schönes Weihnachtsessen mit Straußenburger,
Borevorst, Hühnerschenkel, Zucchini, Mais und zweierlei Salat.
Natürlich durfte auch Weißbrot, Pap, Chutney und Chakalaka nicht
fehlen. Zum beginn des Essens haben wir alle zusammen "ihr
Kinderlein kommet" gesungen. In der Nacht, nachdem wie alles
abgewaschen hatten, sind wir dann zum Strand gegangen. (nicht zum 15
min entfernten Main Beach, sondern zum nur 2min von Bp entfernten
Strandabschnitt, der deutlich ruiger ist). Dort konnten wir ein
phantastischen Sternenhimmel sehen. Sowohl der komplette Orion als
auch das Kreuz des Südens waren sehr klar zu sehen. Das
Sahnehäubchen waren doch die Sternschnuppen. Nebenbei haben wir uns
den Schokoweihnachtsmann geteilt, den wir zuvor bei Checkers gefunden
hatten. Als wir dann nach 1 Uhr morgens zum bp zurück sind, gab es
noch Christmas-Cracker, Tee und Kekse (mit Apfel, Schokolade und
Zimt, produced in Denmark). Fröhliche Weihnachten !!!
Tag 9, Jeffrey's Bay , Donnerstag 25.12.14, 1.Weihnachtsfeiertag
Immer
noch ist perfektes Sommerwetter. Nach einem ausgiebigem Frühstück
ging es wieder zum Main Beach. Leider habe ich hier am Waschbecken
der Toilette an der Strandpromenade meine Armbanduhr liegen gelassen.
Obwohl ich nur eine Minute später zurückgerannt bin, hatte meine
Uhr anscheinend schon einen neuen Besitzer gefunden und war nicht
mehr auffindbar. Es war deutlich windiger als am Vortag und somit
ziemlich unangenehm sobald man sich auf den Strand gelegt hat. Auch
die Wellen waren wohl perfekt zum Surfen, zum baden jedoch ein wenig
zu stark. Also saßen wir nur auf der Strandpromenade und im Bp (
Jeffrey's Bay Backpacker http://jeffreysbaybackpackers.co.za/
) herum.
Später
sind wir zu unserem Bp gegangen und haben zusammen gekocht und
gewartet bis der Baz Bus uns abholt.
(
Fortsetzung des Abends in PE erwartet euch im nächstem Post)
Fazit Jeffrey's Bay:
Super Strand, ein Paradies fuer Surfer. Genuegend Shops zum einkaufen
Bewertung Bp:
Ambiente
(Chillfaktor): 9 cool
Lage:
8 5min Strand, 15min City
Servicefreundlichkeit: 10 Freundschaft
Einrichtung: 9 Moderner Rock Stil
Kommentar: DE Angestellter, 6er Doorm
Dienstag, 6. Januar 2015
Teil zwei meines Reisetagebuchs, Knysna
Tag 6, Fahrt nach Knysna, Montag 22.12.14
Morgens
ging es mit dem Baz Bus in Cap Town los Richtung Knysna Wir saßen
ganz vorne, wodurch wir nahezu keine Beinfreiheit hatten. Die fahrt
führte durch weite gelbe Felder, am Horizont waren oft Hohe Berge zu
erkennen. Irgendwann konnte man den Indischen Ozean sehen. Kurz vor
Knysna fing dann ein leicht hügeliger Nadelwald ( ich hätte jetzt
mal beim vorbeifahren auf Fichten getippt) an. Nun sah es gar nicht
mehr nach SA aus sondern wie eine Mischung aus Heide und Spanien.
Knysna liegt an der Mündung des Knysna Rivers in den Ozean, wodurch
eine wundervolle Lagune mit den Inseln Thesens und Leisure Island
entsteht. Das Stadtzentrum liegt allerdings auf dem Festland. unser
Bp (Island Lodge http://www.islandlodge-backpacker.co.za/)
war auf Leisure Island, keine 200 Meter vom Wasser entfernt. Janine,
Judith und ich haben die Gelegenheit genutzt einmal in einer absolut
sicheren Gegend zu leben. Also sind wir zum Sonnenuntergang ans
Wasser und unter dem Sternenhimmel zurück gegangen.
Tag 7, Knysna, Dienstag 23.12.14
Wir
haben den halben Tag noch in unserem Bp in Knysna verbracht, da uns
das Shuttel zum Baz Bus (der um 16:30 im Stadtzentrum fahren sollte)
erst um 15:50 abholen sollte. Da wir am Abend gesehen hatten, dass
man über ein Sandstück bis zur Mündung der Lagune gehen konnte,
hatten wir das für heute geplant. Der Hinweg ging auch noch super.
Es war ein wenig wie Wattwanderung, denn das Wasser war fast komplett
aus der Lagune verschwunden. An der Mündung angekommen zeigte sich
auch endlich die Sonne und ließ das Wasser dunkelblau glitzern und
die Felsen dunkelrot Leuchten. Der Rückweg war jedoch eine Kleine
Herausforderung. Das Wasser war zurückgekehrt und stand nun Knietief
in der Lagune. Jannine und ich hatten wenigstens kurze Hosen an,
daher war es noch kein großes Problem für uns. (Judith hatte leider
eine längere Hose an...) Das Problem wurde jedoch größer als wir
sehen, das da wo vor 2 Stunden ein Strand war, jetzt alles unter
Wasser stand. Als wir näher kamen wurde das Wasser immer Tiefer...
schließlich waren wie alle bis zum Bauchnabel im Wasser und hofften,
dass unsere Rucksäcke (mit Kamera, mp-3 Player und Büchern) nicht
nass wurden. Der Rest war uns in dem Moment egal. Im bp angekommen
wollten wir nur noch schnell unsere Brote schmieren und auf Toilette
gehen. Allerdings hatten wir offiziell schon um 11:00 ausgecheckt und
durften dann NIX mehr benutzen. bei ALLEN anderen Bps durften sogar
Baz Bus Reisende auf Toilette gehen , auch wen sie dort gar nicht
geschlafen haben. So auch beim Jembjos Backpacker
(http://www.jembjosknysnalodge.co.za/)
in dem wir 1,5 h auf den Bus warten mussten. Wie selbstverständlich
wurden wir dazu eingeladen auf dem Sofa zu chillen und mit den
anderen Gästen TV zu sehen. Sogar das Badezimmer und die Küche
durften wir mitbenutzen.
Ebbe gibt es auch am Indischem Ozean
Die Traumhafte Lagune von Knysna
Die weitere fahrt nach Jefry's Bay verlief an der Küste durch hügelige Nadelwälder. Dabei fährt man auch über den Storms River. Von dieser Brücke kann man den höchsten Bungee jump der Welt machen.
Fazit Knysna:
Sicher
aber sehr Weiss und Afrikaans. Die Landschaft ist aber einmalig !!!
Bewertung Bp:
Ambiente
(Chillfaktor): 6 sehr streng
Lage:
8 2min Wasser, 15 min (Auto) City
Servicefreundlichkeit: 5 zunächst okay, später nur am meckern und unfreundlich
Einrichtung: 7 Modern-Maritim
Kommentar: undentspannte Afrikaans Rentner, 6er Doorm
Montag, 5. Januar 2015
Teil eins meines Reisetagebuchs, Joburg und Kapstadt
In
den folgenden Bloogeinträgen werde ich euch von meiner Reise durch
Südafrika berichten, dazu werde ich alle paar tage ein neuen Eintrag
über eine Station meiner Reise erstellen. Stilistisch sind diese in
Form von Tagebucheinträgen, welche ich während der reise täglich
verfasst habe. Damit meine übrigen Bloogeinträge über meine Arbeit
und mein tägliches Leben hier in Joburg nicht zu kurz kommen, werde
ich nicht immer wenn es was neues über die reise gibt es auf
facebook posten. Seht es einfach als ein etwas späterer
Adventskalender. Hinter jedem Türchen verbirgt sich ein neuer
Blickwinkel auf Südafrika. Falls ihr aus meiner Ausdrucksweise oder
Abkürzungen nicht schlau werdet, schaut bitte unter dem Punkt
Definitionen und Abkürzungen nach. Falls das immer noch nicht
weitergeholfen hat, beantworte ich auch e-mails.
Nun aber genug vorweg geredet, mein Reise Tagebuch beginnt bei Tag 0, den Vorbereitungen am Dienstag den 26.12.14
Es
regnet, aber die letzte Wäsche muss irgendwie noch trocken werden.
Der Kühlschrank ist noch viel zu voll. 9 Eier für 2 Personen in 24
Stunden, 1 Ganzer Eisbergsalat, ein halber Gouda, 5 Tomaten...Das
werden wir niemals alles essen können. Heute will noch Gloria kommen
und unsere Dusche reparieren.
5
Stunden später: Gloria ist doch noch gekommen, allerdings wurde nur
die Badewanne gefliest, in der Duschwand ist immer noch ein Loch.
Leider habe ich meine einzige 16 GB SD Speicherkarte zerstört. Die
Fotos sind sicher, aber der Schreibschutz wurde aktiviert.
Tag 1, Beginn der Reise, Mittwoch 17.12.14
Der
Rucksack ist gepackt, alle Steckdosen ausgeschaltet und Wasserhähne
verschlossen. Wir warten 1 Stunden vor der Netcare Klinik, der WITS
Bus ist nicht in Sicht. Wir rufen uns also ein Zebra-Taxi zum WAM.
Judiths Paket ist endlich angekommen, dort muss sie natürlich noch
vor der Reise hineinschauen. Wir nehmen das gleiche Cap zur
Parkstation, an der um 14:30 unser Intercape Sleepliner Bus nach
Kapstadt fahren soll. An der Station treffen wir Hendrik, Jonathan,
Joni, Johannes Phillip Judith M. und Laura.
Nachdem
ich mir noch ein neue Micro-SD-Karte gekauft habe, stehen wir
pünktlich um 14:00 in der riesigen Schlange vorm Gate zum
Busparkplatz. Uns war jetzt schon klar, dass wir niemals um 14:30
abfahren werden. Um 16:30 ist der Bus dann endlich losgefahren.
Zunächst
ging die fahrt durch Free State. Die Landschaft ist hier eben und
besteht aus weiten grünen Weiden mit grünen Büschen. Ab und zu
grasen ein paar Rinder auf der Fläche. Wären diese schwarz-bunt
statt braun-bunt könnte man fast in der Norddeutschen Tiefebene
sein. Auf dieser Landschaft durften wir den wunderbaren
Sonnenuntergang beobachten. Darauf folgte ein unbeschreiblicher
Sternenhimmel, in dem man die Milchstraße als großen leuchtenden
Fluss erkennen konnte.
Im
Bus war es entweder zu dunkel um Karten zu spielen oder zu hell um zu
schlafen. Die Klimaanlage war entweder zu kalt oder aus. Für mehr
als 20 Stunden fahrt gab es sogar 4 ganze Pausen a 15 Minuten
(African Time = 20-30 min) von denen eine schon nach 1,5 Stunden und
eine andere um 1:30 Morgens war. Daher war die fahrt nicht wirklich
entspannend. Dazu kam noch das Fernsehprogramm, welches aus
Kinderfilmen bestand. Zwischen jedem Film wurde zunächst Musik und
dann ein Prediger mit Bibel auf einer nebeligen Pferdekoppel gezeigt.
Glücklicher Weise war der Ton so leise, dass man selbst mit gutem
Willen nicht so viel verstanden hat.
Tag 2, Ankunft in Cape Town, Donnerstag 18.12.14
Nachdem
ich nach ein paar wenigen Stunden unbequemen Schlaf aufgewacht war,
erblicke ich die Braune karge Landschaft der Kargoog. Es erinnerte
mich ein wenig an die fahrt durch die Caldera des Teide, nur deutlich
größer. Überall am Horizont zeichneten sich spitze Berge ab, die
Ebene davor war nicht gerade Bewohnt oder besonders Lebensfreundlich.
Niedrige Büsche, Hartlaubgewächse, Kakteen, große Felsen (sahen
beim vorbeifahren aber nicht Vulkanisch aus). Nach einiger Zeit
wurden die Berge höher und die Ebene davor fruchtbarer. Wir fuhren
durch das Weinanbaugebiet Paarl. Hier wird der Wein ,nicht wie an der
Mosel oder dem Rhein in extremer Hanglage, sonder auf der Ebene im
Tal angebaut.
Als
wir nach einer gefühlten Ewigkeit den Tafelberg zum ersten mal
sahen, wussten wir, dass es nicht mehr weit sein kann. Allerdings
waren wir zu diesem Zeitpunkt noch über den Wolken die in der Bucht
von Kapstadt lagen. Es dauerte noch einige zeit bis wir endlich
unsere Bushaltestelle in Captown erreichten.
Schnell
wurden 3 Caps organisiert und schon sind wir an unserem wunderbarem
Backpacker (Bp.) „Zebra Crossing“ am Fuß des Tafelbergs
angekommen.
Nach
einem ausgiebigem orientierungs-, informations- und Planungsgespräch
unter uns Freiwilligen stand schon die Tagesplanung für die nächsten
Tage fest. Erst wurde gemeinsam eingekauft und gekocht, dann ging es
zum „Sun Downer“ zum „Tablemountain Cable Car“. Es war erst
kurz nach 6, die Sonne stand noch recht hoch am Himmel. Wir dachten,
dass wir es noch locker bis zum Sonnenuntergang auf die Hochebene
schaffen. (natürlich mit der Seilbahn, die an dem Tag zum letztem
mal in dem Jahr zum Sonnenuntergang zum halben Preis hochfährt). An
der Talstation angekommen, haben wir jedoch die riesige Schlange
gesehen, die sich vor dem Ticketschalter erstreckte.Ich hatte starke
zweifel, dass wir zum Sonnenuntergang gegen 19:30 auf dem Berg sein
werden.
Während
wir warteten nutzten wir die Gelegenheit Fotos aus Kapstadt zu
machen. Als wir dann endlich in die Gondel Stiegen war nur noch ein
wenig Sonnenlicht zu sehen. Doch die Gondel stoppte auf halben weg
und das Licht wurde immer weniger...schließlich erwartete uns oben
ein fantastischer Blick, super Licht für unendlich viele Fotos. Wie
hatten es noch gerade so rechtzeitig geschafft. Nach sehr vielen
Fotos mit uns und der untergehenden Sonne am Rand der
Aussichtsplattform war die sonne auch wirklich im Atlantik
untergegangen. Nur noch ein Stark Roter Streifen zierten einige
Minuten den westlichen Horizont. Dafür bereitete sich auf der
anderen Seite ein riesiges Lichtermeer aus. Das eigentliche Meer war
dabei schwarz, bis auf ein paar Containerschiffe. So war der
Küstenstreifen ganz klar zu erkennen.
Tag 3, Table view beach, Freitag 19.12.14
Heute
hat Jonathan Geburtstag. Wir treffen Janine und Hendrike in unserem
Bp. Danach geht es mit dem Cap zum Table view. Das ist der Punkt, von
dem die meisten Postkartenfotos von Kapstadt gemacht werden. Ein
Perfekter Strand mit super Blick auf den Tafelberg. Das Meer ist zwar
wunderschön, jedoch durch die Antarktische Schmelzwasserströmung
EISKALT. Zudem wehte ein kühler Wind, wodurch ich und einige anderen
trotz eincremen mit 30er Sonnencreme nicht bemerkt haben, dass wir
einen sehr starken Sonnenbrand bekommen haben. Bei mir waren die
Waden und Unterseiten der Oberschenkel besonders betroffen.
Am
Nachmittag sind wir dann zurück in die Innenstadt an die Waterfront.
Dort kann ich den foodmarket nur empfehlen. Das ist eine große halle
mit vielen Ständen, beiden man einiges Probieren kann. Uns wurden
zwischen verschiedenen Nüssen und Weißbrot mit öl auch frittierte
und gewürzte Raupen angeboten. Jannine und ich haben mutig
probiert...es war eig. Ganz lecker, vielleicht etwas trocken aber
wenn man sich vorstellt es wären Chips isst es echt gut.
Die
Waterfront ist auch sehr schön, aber ich fühle mich hier in
Kapstadt nicht so als ob ich in Südafrika wäre. Es hat etwas von
Europa. Überall europäischer kolonialer Baustiel, viel mehr weiße
Menschen, alles ist ordentlicher, Nirgendwo Liegt Müll rum, es gibt
sogar Mülltrennung! Es ist auch ein ganz komisches Gefühl in einem
Land Urlaub zu machen in dem man seit 3 Monaten Lebt und gerade
versucht nicht wie ein Urlauber auszusehen um sein Sicherheitsrisiko
zu minimieren. Es kam mir gerade in den ersten Tagen irgendwie Falsch
vor sich wieder wie ein Tourist zu verhalten und die ganzen
Attraktionen anzuschauen. Außerdem war ich es gar nicht mehr gewohnt
offen mit einer Kamera oder einem großem Rucksack herum zu laufen.
Wir waren abends bzw. Nachts noch auf
der Longstreet. Das ist die Partystraße in Cape Town, in der sich
ein Club an den anderen reiht. Überall auf der Straße war Security
zu sehen, weshalb ich mich absolut sicher gefühlt habe.
Tag 4, Tafelberg, Samstag 20.12.14
Mission
für heute: Tafelberg besteigen ! .Erst haben wir uns in unserem Bp
erkundigt wie lange es dauert und wie weit der weg ist. 1 Stunde bis
zum Start des Wanderwegs und dann nochmal 2 stunden für die
eigentlich Besteigung. Zunächst dachten wir, dass sich 3 Stunden
machbar anhört. Als wir jedoch 20 bis 30 Minuten eine viel
befahrende Straße mit starker Steigung in der Mittagshitze hinauf
gelaufen waren, haben wir uns ein Cap bis zum Wanderweg gerufen. An
alle Wanderer: es ist komplett okay. Denn die Straße ist von der
Steigung her nicht zu unterschätzen und wirklich kein schöner
Wanderweg.
Der
Eigentliche Wanderweg beginnt einige Meter neben der Talstation. Er
besteht aus einer einzigen Treppe großen Felssteinen, diese ist
meistens absolut sicher und mit Wanderschuhen leicht zu besteigen
auch wenn es kein Geländer zum festhalten gibt. Sollte man doch mal
daneben treten hat man auch meistens keinen großen Absturz zu
befürchten. Man begibt sich auf eine reise durch verschiedene Klima
und Vegetationszonen. Am Anfang sind dir Bäume noch recht groß,
zwischendurch kann man ein kleinen Bachlauf mit Wasserfall entdecken.
Dann werden die Pflanzen zunehmend Kleiner und er wird mehr und mehr
Hardlaubvegetation. Sobald man sich umdreht und nach unten schaut,
blickt man auf Cape Town, das Meer und wunderschöne Landschaft. Nach
Oben hin hat man die ganze zeit das Plato im Blick. Der Weg
schlängelt sich in Serpentinen den Berg hinauf und endet in einer
großen Felsspalte. Vor diese Spalte findet man Büsche, dahinter
steht man auf dem Plato in einer anderen Welt. Es erstreckt sich
einen Ebene aus Gräsern und Geröllstein mit sehr kleinen knorrigen
Büschen. Der Ausblick ist phänomenal, fast wie aus einem Märchen.
Mit ein wenig Phantasie taucht ein Drache zwischen den Bergen auf,
oder es wandern Zwerge den Berg hinauf.
Nun
ein paar Tipps für den Weg:
- auf keinen Fall mit großflächigem Sonnenbrand an den Beinen auf den Berg steigen → führt zu massiven Kreislaufproblemen
- habt immer Traubenzucker, Fruchtsaft, 2 Liter Wasser Kräcker, Tomaten und Käsebrote dabei. Auch eine gute Kamera und ein Handy mit genügend Akku, Airtime und funktionierender Uhr dürfen nicht fehlen.
- die Perfekte Kleidung besteht aus langer robuster Hose, T-shirt (am besten Sportstoff) Sweatshirt Jacke und Regen/Windjacke. Natürlich dürfen bequeme feste Schuhe nicht fehlen. (am besten Sport oder Wanderschuhe mit Leichtem Profil)
Ich
habe den Fehler gemacht trotz Sonnenbrand den Berg zu besteigen, was
dazu führte, dass ich nach ¾ des Weges ziemliche Kreislaufprobleme
hatte. (daher der Traubenzucker auf der Packliste). Je weiter man
nach oben kommt, desto kühler wird es. Ganz oben weht ein kalter
Wind, auf jeden Fall braucht man jetzt beide Jacken !
- auch Sonnenschutz /Creme und Kopfbedeckung) sind sehr nützlich da der Wanderweg (Mittags bis Nachmittags) die ganze Zeit über direkt in der Sonne liegt.
Wir
haben mit einigen kleinen Fotostopps 2 Stunden gebraucht. Ohne diese
Pausen ist der Weg aber auch in 1,5 Stunden zu schaffen. Oben gibt es
dann Toiletten, ein Kaffee und Souveniershop in dem man die Karte für
die Gondel fahrt nach unten kaufen kann. Die Sicht vom Berg ist zu
jeder Tageszeit super, egal ob Nachmittag, Sonnenuntergang oder
Nacht. Aber ACHTUNG die Seilbahn fährt nur wenn der Wind nicht zu
stark ist. Außerdem sollte man darauf achten, dass keine Wolke am
Berg hängt (Tableclouth = Tischdecke)
Tag 5, Simondstown, Cap of good Hope und Cape Point, Sonntag 21.12.14, 4. Advent
Judith
M und Laura haben heute ihr Auto abgeholt. Damit sind wir dann
zunächst nach Simondstown gefahren. Das ist ein Strand/Felsenbucht
in der eine Pinguingruppe lebt. Falls ihr dort auch mal hinfahrt
lohnt es sich Badesachen mitzunehmen und 60R auszugeben um mit den
Pinguinen schwimmen zu können. Wir sind nur den kostenlosen kleinen
Weg entlanggegangen. Auf der Seite vom Meer standen die Pinguine
direkt am Weg, als ob sie Fotomodelle wären. Kurz vor und sprang
Plötzlich ein Murmeltier-Biber artiges Tier über den Weg. Das war
ein Dassie.
Wenn
man durch Simondstown fährt, fallen sofort die Bunten Fassaden der
Häuser auf, welche im Kolonial-Klassizistischem Baustil gebaut
wurden. Ich habe mich nicht mehr wie in SA sondern wie in Europa
gefühlt.
Die
weitere Fahrt zum Kap führt an der Linken am Indischen Ozean auf der
rechten Seite an Steilen Felsen entlang. Ein eigenes Auto lohnt sich
hier auf jeden Fall um und den zahlreichen Aussichtspunkten für ein
Foto anhalten zu können. Um in den Nationalpark zu kommen, muss man
zwar etwas bezahlen und bis Sonnenuntergang wieder draußen sein,
aber es Lohnt sich sehr ! Wie sind nun extra Langsam gefahren, um die
Landschaft zu genießen. Dadurch haben wir c.a. 5 Strauße und 3
Baboon (Pavian) Familien gesehen.
Außerdem konnten wie bei ein paar
Felsen direkt am Wasser anhalten und wunderbare Fotos machen.
Am Kap
der guten Hoffnung angekommen, gab es erst ein mal das obligatorische
Foto mit dem Schild an der Südwestlichsten Spitze Afrikas. Danach
ging es mit dem Rucksack voller Picknicksachen den Kleinen Felsen
hinauf zum Aussichtspunkt. Diese Stelle gehört zu den absolut besten
Picknickplätzen die es gibt! Man hat die Perfekte Aussicht auf das
Meer (Atlantik und ein klein wenig Indischer Ozean).
Als wir
herankommende Regenwolken auf dem Meer erkennen konnten, sind wir
weiter zum Capepoint gefahren. An dieser Stelle sollen sich
Atlantischer und Indischer Ozean treffen. Außerdem ist es der
südlichste Punkt der Kaphalbinsel.
Leider
sind wir nicht vor dem Regen dort angekommen und so konnten wir nur
durch Nieselregen bzw. Wolken zum Leuchtturm gehen. Ohne Wolken
könnte man von hier aus die gesamte Bucht bis nach Hermanus sehen.
Wir konnten gerade mal unser Auto auf dem Parkplatz unter uns
erkennen.
Auf
der Rückfahrt konnten wir nun noch den Sonnenuntergang kurz vor Cape
Town sehen.
Fazit Cape Town:
Sicher
aber sehr Touristisch und Europäisch.
Bewertung Bp:
Ambiente
(Chillfaktor): 9 cool + Relaxt
Lage:
8 7min Longstreet, 1h Berg, 30min Waterfront
Servicefreundlichkeit:
9 Hilfsbereit + Gemeinschaftlich
Einrichtung:
8 gemütlich Afrikanisch
Kommentar:
DE sprachige Angestellte, 8er Doorm
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