Translate

Freitag, 31. Oktober 2014

Meine Woche und Weihnachtsdeko

Nun ist diese Woche bei mir nicht sehr viel aufregendes passiert. Es war ein ganz normales Wochenende an dem wir uns mit anderen Freiwilligen getroffen haben.
Am Freitag Abend hatten wir bei uns in der Wohnung Besuch von zwei anderen Freiwilligen. Die eine ist in einem Projekt in Soweto, die andere bei der St. Perer's Gemeinde am Zoo lake. Wir haben erst gemeinsam gekocht, und dann uns einen DVD-Abend gemacht.
Letzten Samstag waren Judith und ich zu einem Braai bei Freunden der Freiwilligen aus der St. Peters Gemeinde eingeladen. Ein Braai unter Jugendlichen ist hier wie eine Sommer-Garten-Party. Es wird von einer Person, meistens dem Gastgeber das Fleisch gegrillt, es lauft Musik und man unterhält sich mit allen. Bei einigen kommt dann irgendwann früher oder später der Faktor Alkohol ins Spiel.... eine normale westliche Party eben. Interessant war allerdings, dass fast ausschließlich Weiße eingeladen waren.
Mittlerweile verstehen wir uns auch echt gut mit Gugu, wir hatten anfangs wahrscheinlich ein paar Missverständnisse aufgrund unserer doch recht unterschiedlichen kulturellen Hintergründe. Ich bin überzeugt, dass wir noch so einiges von ihr lernen können, zum Beispiel wie man traditionelle afrikanische Gerichte kocht, ein paar Wörter Zulu spricht oder wo man am besten was einkauft.
Meine Kochkünste haben sich auch leicht weiterentwickelt, es gibt nicht mehr nur Nudeln oder Reis mit Tüte oder Dose, sondern auch selbstentwickelte Ofenpfannkuchen in drei Variationen, Gemüsepfanne und panierten+gebratenen Feta und Blumenkohl. (anstelle von Paniermehl kann ich Maismehl oder Cornflakes nur empfehlen, wobei letztere schneller abfallen sowie anbrennen und einen unschönen Geruch in der Küche verbreiten).
Diese Woche Mittwoch haben wir von Drama for Life auch noch Freikarten für das Theaterstück "War Horse", welches in Deutschland 2012 als Kinofilm "Gefaehrten" zu sehen war. Die Show war im "Monte Casino" einem riesigen Gelände welches mich stark an eine Italienisch Kleinstadt in Umbrien erinnert hat. Das Theaterstück war sehr beeindruckend, die lebensgroßen Pferde wurden von mehreren Personen dargestellt und haben sich wie lebendige Pferde bewegt.
Gestern war dann noch die Preview der Beiträge von DfL für das 20/25 Concert am 9.November in Pretoria. Bei diesem Concert laden die Deutsch Botschaft und die GiZ (Gemeinschaft für Internationale Zusammenarbeit) deutsche und südafrikanische Künstler ein um gemeinsam 20 Jahre Apartheitsende und 25 Jahre Mauerfall zu feiern. Da gestern also hoher Besuch aus der Botschaft erwartet wurde, musste alles perfekt laufen. Wir haben unsere offiziellen DfL T-shrits getragen und einen weg vom Parkhaus zum Concertsaal makiert. Nachdem wir mehr als 30 Minuten im Parkhaus gewartet haben ist uns irgentwie mitgeteilt worden, dass die Autos direkt vor der Great Hall parken dürfen. Den Weg haben wir also ganz um sonst makiert. Aber so ist das numal hier, man muss immer Flexibel auf kurzfristige Planänderungen gefasst sein oder mit Verspätungen rechnen. Das einzige was wirklich super pünktlich (manchmal sogar zu früh) ist , sind die Uni-Busse. Der Rest ist meistens "soon" (also in ein bis zwei stunden), "now" (also in einer halben stunde) oder "just now" (in 5 Minuten).

Ich weiß nicht wie es bei euch in Deutschland gerade in den Läden aussieht, aber wenn sich seit dem letzten Jahr nicht viel verändert hat müssten alle Läden seit 3 Wochen Halloweenartikel verkaufen. daneben stehen wahrscheinlich schon die Lebkuchen, Spekulatius und ähnliche weihnachtliche Ware. In unseren Einkaufsladen ist zwar keine Spur von Halloween zu spüren, laut Gugu wird Halloween in Südafrika nahezu gar nicht gefeiert, die meisten wissen nicht mal was es ist. Es wird abgelehnt und als USA Trend bezeichnet. Diese Einstellung finde ich sehr angenehm, da es keine aufdringlichen Werbeartikel gibt und man wie gewohnt einkaufen gehen kann.
Es werden jedoch in einigen Läden schon grüne rote Girlanden und Weihnachtsmänner aufgehängt. Auf einigen Plakaten sind Schneeflocken abgebildet. dabei hat es in Johannesburg das letzte mal vor ein paar Jahren Schnee gegeben, welcher natürlich nicht im Dezember sondern im Juni oder Juli gefallen ist. Ich denke die Vorweihnachtszeit wird sehr interessant werden, ich bin mal gespannt wann sich die Weihnachtszeit auch im Sortiment bemerkbar macht.

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Wasser, WG, Fotos



Hier kommt endlich mein nächster Post. Nein, wir haben nicht erst heute wieder Wasser und Strom gehabt. Aber die letzten Tage waren recht hektisch.


Erst am Donnerstag Abend hatten wir wieder fließendes Wasser. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie glücklich wir waren als der erste Tropfen aus dem Wasserhahn gekommen ist. als wir den Abwasch von 4 Tagen in unserer Küche näher betrachtet haben waren wir nicht mehr so euphorisch. Aus dieser Zeit habe ich gelernt wie wichtig Wasser für uns ist, das man jeden Tropfen schätzen sollte und wie selbstverständlich es für uns ist das Wasser jederzeit aus dem Wasserhahn kommt und auch wieder abfließt. Wobei wir bei unserem aktuellem Problem mit dem Wasser wären. Seit Samstag fließt das Wasser nicht mehr aus unserer Küche ab. Das ist laut unserer sehr fürsorgliche Verbmieterin Gloria, die noch am Samstag Abend (wie haben sie mittags angerufen) mit einem Mechaniker vorbeigekommen ist, ein Problem in den Abwasserrohren des gesamten Gebäudes. Glücklicherweise funktionieren die Abflüsse in den Badezimmern einwandfrei. Nun steht immer ein Eimer unter unserem Waschbecken und wenn wir Wäsche waschen fließt das Wasser durch einen Schlauch von der Waschmaschine in einen leeren 10 Liter Kanister, den wir vorherige Woche noch gefüllt als Duschwasser benutzt haben. Nicht das Ihr jetzt denkt, dass ich in einer totalen Bruchbude lebe, unsere Wohnung ist riesig, durch viele Fenster hell und freundlich und nachdem wir zwei Wochenenden lang Frühjahrsputz gemacht haben auch sauber.(zumindest ist unser Kühlschrank jetzt wieder weiss und nicht braun von oben).

Auch in Unserer WG gab es die letzten Tage einige Umstrukturierung. Am Sonntag Abend ist Gugu, eine Praktikantin von DFL (sie wohne vorher bei ihren Eltern in Pretoria, soll aber jetzt in Joburg leben, damit sie länger bei der Arbeit sein kann), überraschend bei uns eingezogen. Eigentlich haben Judith und ich geplant, dass erst Ina am Dienstag auszieht und Gugu am Mittwoch einziehen kann. So musste Gugu die letzten Nächte im Wohnzimmer schlafen und unser vorher perfekt geplanter Abschiedsessen mit Ina wurde ein wenig umgestaltet.

Es gab schließlich Kartoffeln mit Sommergemüse (wie haben in Rosebank sogar Zucchinis bekommen) und zum Nachtisch einen selbstgebackenen Marmorkuchen.


Insgesamt muss sich der WG Alltag mit Gugu erstmal einspielen und Judith und ich müssen versuchen auch auf englisch unsere Kenntnisse über gewalltfreie Kommunikation anzuwenden, damit auch mit Gugu hoffentlich bald ein genauso harmonisches zusammenleben möglich ist wie mit Ina.



Dieser Blog Artikel ist jetzt etwas kürzer und Inhaltsleerer als die vorherigen, aber dafür bin ich gerade dabei den ersten offiziellen Rundbrief zu schreiben.

Nun bekommt ihr noch ein paar Fotos von unserem Abschiedsessen für Ina.

 





Der Moment als das Wasser wieder aus dem wasserhan kahm.





























So transportiert man 5 Liter Wasser in Afrika






























Das musste fuer 4 Tage an wasser reichen (c.a. 70 Liter)
























Abschlussessen mit den Drama for Life Mitarbeitern (von L im Uhrzeiger nach R : Natasha, Carryn, Ina, Hamish, Judith, Ich, Tammy, Chati, Warren, Gugu, Zandi)




























Unser Marmorkuchen








































Ein letztes Abschiedsselfie mit Ina, Willkommenssefi mit Gugu


































Mittwoch, 8. Oktober 2014

Wochenende, Wasser und Strom


Hier kommt mein angekündigter Bericht über mein letztes Wochenende. Am Tag der Deutschen Einheit war ich bis 21:00 auf dem Campus, da DFL einen Künstler eingeladen hatte, dessen Show erst um 20:15 begann und ich als Freiwillige für den Auf und Abbau der Technik zuständig war. Die Show war dann leider auch auf Zulu, sodass ich sie erst halbwegs verstanden habe als ich am Ende jemanden gefragt habe. In meiner Wohnung angekommen habe ich dann noch mit Ina und Judith (die an der vorherigen Abenden die Show betreut haben) einen aufgenommenen Tatort geschaut. So hatte ich wenigstens ein bisschen Deutschland während ihr frei hattet und in Hannover ein riesiges Fest war.
Am Samstag haben wir ein paar Leute aus der Uni eigentlich zum Braai zu uns eingeladen. Allerdings meint daraufhin jemand von der Hausverwaltung, dass wir in unserem Garten nicht Braaien dürfen (obwohl am heritage day jeder im Garten Braai hatte). Also haben wir trotzdem Kartoffel und Nudelsalat gemacht und ich habe Hefebrötchen gebacken. Wir haben so c.a. sieben Gäste erwartet, gekommen sind vier (zwei allerdings ungefähr drei Stunden nach der verabredeten Zeit). Das Fleisch haben wir dann in der Bratpfanne anstatt auf dem Grill gebraten. Später am Abend haben uns die Gäste noch das Night-life von Johannesburg gezeigt. In das angesagtere Stadtviertel sind wir dann mit sieben Personen in einem 4,5 Sitzer gefahren. Mit vier oder fünf Personen auf der Rückbank und gerade bei Pick-ups einigen Personen auf der Ladefläche zu fahren ist hier nahezu normal. Anschnallgurte sind zwar in europäischen Automarken vorhanden, werden allerdings nicht benutzt. (bei vier Personen auf der Rückbank ist eine Bewegung sowieso nicht mehr so stark möglich).
Nach dem Gottesdienst am Sonntag vormittags (Ja, nachdem ich um 1:30 im Bett war bin ich automatisch um 7:30 aufgewacht, pünktlich um sich um 9:30 auf den Weg zur Kirche zu machen wo der Gottesdienst um 10:30 anfängt) sind Judith M. (Judith W. konnte ausschlafen), eine andere Freiwillige aus Vanderwilspark und ich mit einem ziemlich zerbrechlich aussehendem Taxi (hier gibt es erst gar keine Anschnallgurte) zur Uni gefahren und haben uns ein wenig auf dem Campus entspannt. Am Nachmittag sind wir alle zu einem Konzert in einen Park in Kensington gefahren und haben gepicktnickt.
Sonntag Abend saßen wir gemütlich an unseren Esstisch und haben geredet und nebenbei Fotos auf unseren externen Festplatten gesichert, als das Licht immer dunkler wurde und anfing stärker als üblich zu flackern. Irgendwann war von Judiths Laptop ein Signalton zu hören, dass dieser jetzt auf Akku läuft (obwohl wer in der Steckdose steckte). Nun haben wir bemerkt das im ganzen Haus der Strom weg war. Dieser blieb aber nur bis Montag Abend weg. Unschöner war unsere Erkenntnis am Montag Morgen (immer noch ohne Strom), dass auch kein Wasser mehr floss. Dieses tut es bis jetzt (Mittwoch Morgen) nicht. Angeblich ist das Kabel für die Pumpe gestohlen worden, welches das Wasser zu uns in der 4. Stock pumpt. Daher muss die Polizei erst wieder das Kabel finden und es zurück bringen. Das kann „a few days“dauern. Der Zweite Erklärungsversuch ist dass die Pumpe einige Tage braucht bis das Wasser im 4. Stock ist ( eine Ahnung was das für eine Pumpe sein soll). Chati (unsere nächst höhere Kontaktperson in allen Sachen die unseren Freiwilligendienst direkt im Projekt und in Johannesburg betreffen) und einige andere von DFL vermuten allerdings, dass das Problem größer ist als es uns mitgeteilt wurde, da sich niemand konkret äußern wollte bzw. konnte wann wir wider Wasser haben. Bis dahin gehen wir äußerst sparsam mit Wasser um, versuchen nicht unnötig Geschirr dreckig zu machen und gehen möglichst oft bei der Uni auf Toilette.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Was ist Alltag ?

 

Ich bin jetzt schon über ein Monat in Johannesburg. Vieles was ich täglich erlebe und anfangs ganz aufregend war ist jetzt fast normal. z.b. der Hagedasch (Bostrychia hagedash) Ibis, der überall in Parks zu sehen ist und dessen lauter Ruf mich morgens verlässlich kurz vor 7 weckt.
Diese Woche möchte ich gar nicht so viel schreiben, sondern lieber ein paar Bilder von Johannesburg und der Universität mit euch teilen. Die Nachtbilder sind vom Treppenhaus im 16,5. Stockwerk. ( 16,5 weil immer zwischen zwei Etagen abwechselnd die Damen oder Herren Toiletten sind, 16,5 ist übrigens für Damen) von dort aus blickt man auf die Mandelabrücke, welche nicht über ein Gewässer führt sondern über die Haupteinfahrtschneise des Hauptbahnhofs. Sie trennt deutlich die Downtown mit ihren Hochhäusern und tiefen Straßenschluchten von Bramfortstein, einem aktiven und eher künstlerisch geprägtem Stadtviertel.
Die Main Hall und das South West Engeneering Building (dort ins die Fakultät für Humanities untergebracht, der auch DFL angehört) sind im klassizistischem Stiel mit Dorischen bzw. Korinthischen Säulen und gemustertem Fries.
Das übrige Gelände besteht aus eher modernen und funktionellen Gebäuden, und eignet sich auch gut als freizeit- und Parkanlage, in der unter anderem auch ein Amphitheater und ein 50 Meter Schwimmbecken integriert ist.
Ach ja, ich war diese Woche Mittwoch im WITS Theater und habe mir mit Judith das Stück "No Good Friday" angesehen. Und siehe da, ich habe sogar mehr verstanden als ich erwartet habe ( hier ein großes Dankeschön an alle die versucht haben mir die englische Sprache näher zu bringen, ich bin mittlerweile in der Lage eigenständige Konversationen zu führen und größtenteils orthographisch korrekt auf e-mails zu antworten. Des weiteren hat sich mein aktiver Wortschatz trotz meiner bekannten Vorgehensweise beim Vokabel lernen merklich erweitert :) ). Selbst die Intention des Autors ist mir nicht verborgen geblieben.



Nun zeige ich euch noch ein paar Bilder die ich auf dem Campus gemacht habe.



Zwei wunderschöne Nilgänse (Alopochen aegyptiaca)
haben sich von mir porträtieren lassen.








Auf den Campus gibt es zwei riesige Beete mit Strelizien (Strelitzia reginae)
, die täglich bewässert werden.


Das University Corner Building, in dem ich täglich von 9 bis 17 zu finden bin.



Und die Matrix, das Gebäude in dem sich das Leben der Studenten in der Mittagspause zeigt. Hier darf ich täglich zwischen Indisch, Chinesisch, Grill, Hot dog, und anderen Fastfood angeboten wählen. Meine Lieblingsspeise ist Roti Roll, vom vegetarischen Inder. Dabei handelt es sich um ein Teigfladen der mit einem gemischten Curry aus Gemüse, Kartoffeln, Reis und Soja gefüllt wird.



Soweit von meinem Alltag. Eine genauere Beschreibung meines Wochenendes kommt im Laufe der Woche. Von was würdet ihr euch noch Bilder wünschen ? Habe ihr eine Themenvorschlag über den ich euch schreiben kann, oder seid ihr wirklich nur an meinen Erlebnissen während der Woche Interessiert ?



Liebe Grüße an alle meine Leser, egal auf welchem Kontinent ihr gerade seid :) ich wünsche euch eine schöne Woche.





Das ist der Blick von der Uni-internen Bushaltestelle um 18:00.











Zum Schluss noch ein Foto von unserem Balkon mit Blick auf den Hillbrowtower

Montag, 29. September 2014

Sicherheit am Wochenende

 


An diesem Wochenende haben Judith und ich uns einen entspannten Samstag gemacht. Wir haben erwartet, dass nicht viel passiert. Daher wird dieser Eintrag wahrscheinlich auch etwas kürzer als der vorherige.
Am Samstag Abend also ab 17:00 waren wir zum Abendessen bei Dami, einem Student von DFL eingeladen. Er wohnt keinen fünf Minuten zu Fuß von uns entfernt in einem zur Uni gehörendem Studentenwohnheim.
Die Sicherheitsvorkehrungen sind übrigens überall auf dem Unigelände sehr hoch, man kommt nur rein oder raus wenn man eine Persönliche Magnetkarte besitzt auf der das entsprechende Gebäude oder Areal freigeschaltet ist. Das ist in der ersten Woche jedoch ziemlich nervig, da es ungefähr eine Woche dauert bis die Karte (I-CAM-Card) reibungslos funktioniert. Solange die Karte nicht funktioniert musste ich mit immer von jemanden anderem die Karte leihen oder habe darauf gehofft das die Secruity die neben den Eingängen steht mich erkennt und durchlässt.
Nach diesem kleinen Exkurs zur Sicherheit in der Uni wieder zurück zu meinem Wochenende.
Der Abend bei Dami war sehr witzig, zuerst hat er uns seine Lieblingsmusik aus seiner Heimat Nigeria gezeigt. Darauf hin haben Judith und ich ihm CRO, „auf uns“ und „Atemlos“ gezeigt da das für und die Populärsten und bekanntesten Lieder des Jahres in den Deutschen Chats waren. Sehr interessant zu beobachten war, dass es ,obwohl er keine Ahnung hatte wovon das Lied handelte und es zum ersten mal gehört hat, sofort angefangen hat ein bisschen zu tanzen (nebenbei hat er übrigens gekocht). Als es draußen schon einige Zeit dunkel war, haben wir Schüsse gehört und zwar nicht nur einen, was bisher erst 4 mal vorgekommen ist, sondern ein schnellen Schusswechsel mit über 5 Minuten Länge. Es hat sich fast wie Silvester angehört, nur dass das knistern und bunte Leuchten der Raketen nicht vorhanden war. Wo und was die genaue Ursache der beängstigenden Geräusche war konnte Dami nur mutmaßen, da so etwas in dem Jahr in dem er schon in diesem Studentenwohnheim wohnt noch nie derartig gehört hat, evt. eine Attacke auf die Polizeistation in Hillbrow (das Stadtviertel in der nähe dessen nördlicher Grenze unsere Wohnung ist (ich wohne jedoch im sehr sicheren Stadtviertel namens Parktown)). Nach dem sehr leckerem Essen haben wir dann noch die nigerianische Version von „Mensch ärgere dich nicht“ und „Mau Mau“ gespielt. Zum Abschied hat Dami noch darauf bestanden uns bis zu unseren Haus zu bringen. (wahrscheinlich haben Judith und ich etwas zu ängstlich aus dem Fenster geschaut als die Schüsse 2 Stunden vorher zu hören waren.).

Am Sonntag sind Judith und ich morgens eine Stunde zur St. Peters Gemeinde am Zoo lake gegangen damit wir pünktlich zum Gottesdienstbeginn um 10:30 ankommen. Dort haben wir dann eine weitere ELM Freiwillige namens Judith M. getroffen, die erst letzten Mittwoch in Joburg angekommen ist. Außerdem sind die beiden ELM Freiwilligen aus Hillbrow, Jonathan und Johannes zum Gottesdienst erschienen. Nach dem Gottesdienst hat uns Hendrik mit seinem Auto (ein offiziell für höchstens 5 Personen ausgelegter alter VW ) abgeholt (zu viert auf der Rückbank). Zunächst sind wir noch einkaufen gefahren um Fleisch und Salat zu kaufen und anschließend haben wir in Hendriks Garten gegrillt ( bzw. Braai gehabt ). Hendrik wohnt etwas außerhalb von Joburg uns sein Garten ist echt schön, das Beste ist der c.a. 7 Meter Pool, den wir auch genutzt haben :)
Zurück sind wir (die beiden Judiths und ich) mit einem Minitaxi gefahren. Für mich war es das Erste mal, (und überhaupt erst das Zweite mal)dass ich ohne ortskundige Begleitung ein solches Taxi benutzt habe. Für meine Begleiterinnen war es die erste Fahrt in einem derartigem Taxi. Bei der Bezahlung zeigt sich ein starkes vertrauten unter den Fahrgästen. Das Geld wird pro Reihe von einer Person zusammengerechnet und nach vorne zum Beifahrer gereicht. Dieser gibt dann wiederum pro Reihe das Wechselgeld nach hinten wobei, falls es nicht passt das Geld in einer Reihe stecken bleibt und versucht wird es passend zu machen. Am ende muss die jeweilige Person in der Reihe das Wechselgeld an die Nachbarn verteilen. (auch ich habe am Ende komplett korrekt meine 17 R Wechselgeld bekommen.) An dieser Stelle möchte ich nochmal betonen, dass ich mich hier in der Öffentlichkeit sicher fühle und den meisten Menschen die mir begegnen wirklich vertrauen kann. Die Schießerei ist auch für Johannesburg eine absolute Ausnahme gewesen !!! Außerdem fand diese deutlich nach Sonnenuntergang statt, einer Zeit in der ich mir nicht ohne ortskundige Begleitung aus meiner Wohnung bewege !!!

Donnerstag, 25. September 2014

Bilder

Hier kommen ein paar Bilder die ich letztes Wochenende gemacht habe.


Freilaufende Kühe, Ziegen und Hühner waren keine Seltenheit.








Aber ich war ja nicht ohne Zivilisation. Der Handyempfang war tadellos.
 Ein Kleiner Eindruck aus dem Amphitheater, auf der anderen Seite von mir sah es genauso aus. Zwischen und während der Chorauffuehrungen hat das Publikum kraeftik mitgetanzt.
Ein wundervoller Sonnenuntergag, Fotografiert auf dem Parkplatz des Supermarktes, nur geringfuefig bearbeitet ;)
 Das wundervolle Lagerfeuer beim Braai.
 1,5 Stunden irgendwo im nirgendwo... aber die Landschaft was echt klasse.
Die Erde ist übrigens so schwarz, da hier durch kontrollierte Feuer der Boden verbessert wird und es nicht zu unkontrollierten Bränden kommen kann.
Judith und Ich während der ungewollten Pause

Soweto, Rosebank und Mountse East


Es ist schon wieder zwei Wochen her, dass ich euch berichtet habe was hier bei mir so passiert.. Daher wird dieser Eintrag auch etwas länger, ich hoffe ihr findet trotzdem Zeit euch durchzulesen was ich alles erlebt habe. Erstmal kann ich euch nun ein paar Bilder von Südafrika zeigen. Außerdem habe ich jetzt auch an meinem Laptop Internet (ich kann endlich wieder ä, ö, ü und ß schreiben !!! ), solange ich nicht mein ein GB pro Monat schon verbraucht habe ;) .
In den Letzten 2 Wochen war ich auch außerhalb von meiner bis jetzt vertrauten Umgebung unterwegs.
An mein vorletztem Wochenende war ich am Samstag in Soweto (ehm. SouthWEstTOwnship). Dort haben verschiedenen Schülergruppen (c.a. 8/9 Klasse), die die letzten 7 Wochen von einem Mentor von DFL (Drama For Life) begleitet worden sind, ihre selbst entwickelten Stücke über Probleme aus ihrer Lebenswelt aufgeführt. Charakteristisch waren dabei Themen wie Sexueller Missbrauch, Teenagerschwangerschaften oder Gewalt. Gestern, am Heritage Day, dürften die drei Gewinnergruppen ihre Stücke in Soweto Theater erstmals auf einer richtig großen Bühne aufführen.
Vorletzten Sonntag war ich in der Rosebankmall. Das ist ein riesiges Einkaufszentrum, in dem man alle westlichen Marken finden kann. Das Beste was jedoch der top Roof market, ein traditionell afrikanischer Handwerksmarkt, auf dem ich mir zwei paar wunderschöne Ohrringe gekauft habe.
Erschreckend war an dem Wochenende der Schwarz-Weiß Kontrast. In Soweto waren 1% der Personen weiß (meine Mitbewohnerin, zwei DFL Mitarbeiter und ich gegenüber 400 Farbigen) und in der Mall waren es bestimmt fast 50%.
Unter der vergangenen Woche ist auch meine neue Mitfreiwillige Judith angekommen, nun leben wir zu dritt in unserer Wohnung. Außerdem liefen ganz viele Vorbereitungen für das letzte Wochenende denn dort fand das Mountse East festival statt. Das Festival ging von Donnerstag bis Sonntag und war in einer kleinen Stadt auf dem Land c.a. 3-4 Autostunden nordöstlich von Johannesburg. Auf der fahrt dorthin habe ich erstmals begreifen können wie groß Südafrika ist. Man kann riesige nahezu unberührte Landschaften sehen und die Straßen gehen kilometerlang einfach geradeaus und es ist kein anderes Auto in Sicht.
In Mountse East angekommen sind wir zuerst zu unserer super schönen Lodge (25°10'39“S 29°21'14“E)gefahren und haben unsere Taschen abgelegt. Danach hieß es aber wieder rein in die Minibusse und wir sind wieder an großen Orangenplantagen und anderen Bewässerten Feldern vorbei gefahren bis wir auf eine staubige Straße abgebogen sind. Links und rechts standen immer kleine Bungalows teilweise hinter großen Mauern, teilweise aber nur durch einen einfachen Zaun getrennt. Nach einiger zeit sind wir dann endlich an einem recht neu gebautem Amphitheater (25°17'10“S 29°11'40“E)angekommen, dieses war der Hauptveranstaltungsort des Festivals. Judiths und meine Aufgabe für den Vormittag was es zunächst mit einer Mitarbeiterin von DLF Snacks kaufen zu fahren und diese anschließend zusammen mit den Lunchpaketen an der verschiedenen Veranstaltungsorten (einer Schule, einem Sportgelände und dem Theater ) zu verteilen. Am Nachmittag sind Judith und ich mit den MADT (Master of Drama Therapie) Studenten zu einem Waisenheim gefahren, da für diese Kinder kein Bustransport zur Veranstaltung organisiert wurde. Wir sollten einfach ein bisschen mit den Kindern spielen und anschließend die Snacks verteilen. Das Spielen stellte sich jedoch als etwas schwierig heraus, da einige der Kinder kein Englisch sondern nur Shoto verstanden haben (sie waren größten teils erst 2 bis 7 ). Glücklicherweise hatten wir eine Trommel, eine Art Xylophon, ein Hula-Hup-Reifen und einen Fußball dabei. So ließ sich schlussendlich für jeden etwas finden, das auch ohne Sprach funktionierte, da die Studenten zwar Afrikaans und Zulu aber kein Shoto sprachen.
Nach einer äußerst kreativen Feedback runde ging es in den 3 Minibussen mit jeweils knapp 20 Personen zurück zur Lodge. Auf der 30 minütigen fahrt wurde ausgelassen zu einem Grundrhythmus getrommelt, gerasselt und gesungen. Die allein von zuhören entstehende gute Laune blies die beginnende Müdigkeit (wie sind um 4:30 aufgestanden und es waren 35°C den Tag über ) weg. Nach einem köstlichem Abendessen und einem Meeting durften wir endlich um 21:00 schlafen.
Am Freitag ging es nach einem ausgiebigem Frühstück (mit Rührei und Würstchen die man mit dänischen Pølsern vergleichen kann) zum Theater. Dort haben wir (Judith und ich ) bei einem Workshop der MAAD (Master of applied Drama) zugeschaut und hin und wieder Szenen gefilmt. Nachdem wir auch an diesem Tag Lunchpakete verteilt hatten sind wir zu einem anderem Waisenheim gefahren. Hier waren die Kinder etwas älter und das Gelände bot mehr Spielmöglichkeiten. Die meisten der Kinder verstanden auch ein wenig Englisch und dieses mal war auch jemand dabei der das ein oder andere auf Shoto bwz. Englisch übersetzt hat. Die Kinder dort haben mir ein interessantes Geschicklichkeitsspiel gezeigt. Man benötigt nur eine Hand voll Kieselsteine und flachen Untergrund. Man muss dabei eine Stein mit einer Hand hochwerfen, mit der gleichen Hand ein paar Steine von den übrigen separieren und mit der gleichen Hand den hochgeworfenen Stein wieder Fangen. Anschließend wirft man den Stein wieder hoch schiebt alle separierten Steine bis auf einen wieder zu den anderen zurück und fängt den hochgeworfenen Stein nochmals. Was bei den Kindern spielend leicht aussieht ist in Wirklichkeit gar nicht so einfach und braucht auch nach Angaben der Kinder viel Übung, aber da es zu ihren absoluten Lieblingsspielen gehört fangen schon die ganz kleinen an. Ziel der Spieles ist es übrigens so viele Steine wie möglich zu bekommen, gespielt wird oft zu zweit aber auch alleine oder mit mehreren macht es Spaß sobald man es halbwegs gelernt hat.
Nach der Feedbackrunde und der lustigen fahrt zurück zur Lodge gab es Abendessen. Dabei habe ich Pap probiert. Das ist ein fester, pappiger Maisbrei, das so ähnlich wir Reis schmeckt aber deutlich mehr sättigt.
Am Samstag was dann der Hauptveranstaltungstag, an dem noch mehr Kinder und zusätzlich noch zwei Chöre, davon einer aus Dänemark, gekommen sind. Für den Vormittag hatte ich mit einer MADT Studentin während der Woche einen kleinen Workshop zum Thema Improvisationstheater vorbereitet, bei dem Judith uns nun helfen sollte. Nachdem wir unsere Kinder (c.a. 20 in der Altersklasse 9 bis 11) um uns versammelt hatten, sind wir mit ihnen zum Sportgelände gegangen auf dem ins ein kleiner Raum im Vereinshaus zugewiesen wurde. Schnell stellte sich heraus, dass es nicht ganz die von uns erhoffte Altersgruppe war ( Überlegung war, dass die Kinder mit 9 schon Englisch verstehen). Also haben wir schnell jemanden gesucht der für uns einiges in Shoto übersetzen konnte. Die ersten Warm-up-Übungen klappten Dank Übersetzung auch ganz gut. Danach wollten wir eine Einwortgeschichte machen. Nachdem erst niemand anfangen wollte ist die Geschichte nach wenigen Wörtern auch nicht mehr weitergegangen, da sich die Kinder entweder nicht den bisherigen Anfang gemerkt hatten oder nicht wussten was sie sagen sollten. Darauf hin haben wir dann alle Spiele mit Konzentration oder vielen Wörtern weggelassen und haben uns mehr auf schauspielerische Übungen mit viel Bewegungen konzentriert. Das klappte dann Deutlich besser. Zum Mittagessen mussten sich dann alle schätzungsweise 200 Kinder in den Gruppen in einer Schlange anstellen und warten bis sie an der Reihe waren. Das hat erstaunlicherweise gut geklappt, obwohl wir in der vollen Mittagssonne mindestens 15 min gewartet haben. Zum Mittagessen habe ich mich neben die Kinder auf eine Mauer gesetzt. Als ich fertig war und aufgestandenen bin um zu den anderen Studenten zu gehen, sind mir die Kinder ohne Aufforderung gefolgt. Ich hatte das Gefühl, dass sie mich während ich gegessen habe immer ein wenig beobachtet haben und aus irgendeinem Grund ( wahrscheinlich nicht nur weil ich weiß bin !!! )auf mich fixiert waren. Nach dem Mittagessen sind wir zurück zum Amphitheater gegangen wo die Aufführungen von den Chören waren. Dabei stand der dänische Chor den afrikanischen in nichts nach. Schöne Traditionell afrikanische Musik in einer (oder mehreren ? ) Sprache die ich nicht verstehe oder aussprechen kann jedoch pure Energie und Lebensfreude verbreitet. Zum Schluss war die Bühne für alle geöffnet und von einem DJ wurde weitere Afrikanische Musik gespielt. Dabei konnte ich ein unglaubliches Rhythmusgefühl bei allen nicht Europäern (also allen außer bei Professor Wolfgang Sting, Ina, Judith und mir) bewundern. Am Ende sind dann nochmal einige von den Kindern die ich betreut habe zu mir gekommen und haben mich zum Abschied umarmt. Das hat mich sehr an die S (und z.t. M) Kinder bei den KinderBibelTagen erinnert, es hat mir gezeigt dass die Kinder auf der Anderen Seite der Erde zwar (vlt. Durch einen anderen Kulturellen Hintergrund) anders auf manche Spiele reagieren aber im Grundsatz die selben Bedürfnisse haben.
Am Samstag Abend hatte ich mein erstes Braai, das ist die Südafrikanische art zu Grillen. Dabei gibt es den Braai-Master (in meinem Fall 5 Studenten, da wie c.a. 45 Personen waren und das alleine nicht machbar wäre) der dafür zuständig ist, dass das Fleisch und Gemüse Perfekt gebraten ist. Dabei wird von einem separat entzündetem Lagerfeuer immer wieder heiße Glut unter den großen Grillrost gelegt, sodass kein direktes Feuer das Fleisch / Gemüse berührt. Das Grillen an sich ist anscheinend reine Männersache bei der der Braai-Master immer die Oberhand hat. Der Rest, also Frauen und nicht zu den Braai-Master dazugehörigen Männer kommen erst zum essen wenn alles Gegrillt wurde. Zum Fleisch (Lamm uns Hühnchenstücke sowie grobe Würstchen) gab es Pap, Reis, Tomatensauce, Krautsalat und griechischer Salat.
Nach einem schönem Abend, bereichert durch Portry-Slam Vorträge und Musikalische Einlagen, und einem letztem Frühstück haben wir dann leider die Lodge verlassen müssen. Geplant waren ein Zwischenstopp beim Supermarkt um sich Verpflegung für die 3 Stündige fahrt zu besorgen und ein kleiner Toilettenstopp nach ungefähr der Hälfte der Zeit. Dieser Plan geriet allerdings ein wenig aus den Fugen als einer der drei Minibusse nach einer Stunde Fahrzeit von einer Polizeikontrolle angehalten wurde und die Beamten nach kurzem suchen feststellten das der Fahrer nicht die richtigen Papiere dabei hatte. Infolge dessen haben wir eineinhalb Stunden irgendwo im nirgendwo (25°31'38“S 28°58'27“E) gewartet. Da wir alle nichts besseres zu tun hatten haben alle irgendwelche Fotos gemacht. (zugegeben, die verbannte Erde, das gelbe Gras und der blaue Himmel haben tolle Kontraste geliefert und eigneten sich als Fotowand für jeden Haut und Kleidungstyp). Während dieses Stopps habe ich außerdem Biltong probiert. Biltong ist getrocknetes Fleisch (in meinem Fall vom Rind, es gibt aber verschiedenste Sorten), dass entweder in kleine Stücke geschnitten wird (so wie Giros) oder in einer Art Wurst (sieht bisschen aus wie Hundeknabberstangen) abgepackt verkauft wird. Der Geschmack ist so ähnlich wie Luftgetrockneter Schinken und es wird hier als Pausensnack gegessen. Außer diesem einen ungeplantem Zwischenhalt sind wir noch ein Paar mal für 5 Minuten Stehengeblieben da die Straße auf der Länge von mehreren Kilometern (zumindest gefühlt) aufgrund einer Baustele zur Einbahnstraße gemacht wurde welche von Ampeln geregelt wurde.
Da wir schließlich wegen der Pausen erst um 15:00 wieder in Joburg waren und das Wochenende quasi durchgearbeitet haben gab uns Warren (Der Oberste Programmdirektor und Chef von dem kompletten Projekt ) für Montag Frei.
Den Tag haben wir genutzt um richtig auszuschlafen und Judith den weg zur Uni und den Campus zu zeigen. Dienstag war dann ein ganz normaler Arbeitstag, irgendwie ist da schon ein wenig Alltag.
Gestern um Heritage Day fand wie schon beschrieben die Aufführung der drei besten Stücke im Soweto Theater statt. Beim zweiten mal anschauen habe ich auch gleich mehr verstanden obwohl auch gestern nur c.a. 50% in Englisch war. Auf der Rückfahrt hat der Minibusfahrer beim Tanken dann Diesel mit Benzin verwechselt. Das bedeutete dass wir 20 Minuten auf Tankstelle standen bevor ein anderer Minibus gekommen ist. Heute haben auch viele Personen besondere Kleidung getragen die, sofern man mit der Afrikanischen Kultur vertraut wäre Rückschlüsse auf die Herkunft geben. Am Heritageday sollen sich alle Südafrikaner in den Familien auf ihre ursprünglichen Wurzeln zurückbesinnen. Das findet in den meisten Familien dann zusammen mit typisch afrikanischem Essen, dem Braai, statt . Deshalb wird der Tag auch National Braai Day genannt.

Ich hoffe ich habe euch nicht mit zu vielen Einzelheiten aufgehalten, aber ich wusste einfach nicht wie ich euch sonst berichten sollte was so geschehen ist. Teilweise sind es manchmal die kleinen Dinge die in der Erinnerung bleiben.


Donnerstag, 11. September 2014

Angekommen

Hallo ihr Lieben,
nun ist schon einen Woche vergangen seit ich euch verlassen habe. Das mit dem Internet ist noch ein bisschen schwerer, da ich in meiner Wohnung kein Internet an meinem Laptop habe und so nur an dem Pc in der Uni (ja genau, während meiner offiziellen Arbeitszeit) Internet habe. Allerdings wird das Hier mit den Arbeitszeiten (offiziell von 9 bis 5 mit einer Stunde Mittagspause) nicht so genau gesehen und oft habe ich relativ wenig zu tun. Wen ich doch etwas machen muss ist das die Übertragung von den schriftlichen Bewerbungformularen der Studenten in eine Exeltabelle, ich bringe verschiedene Dokumente in verschiedene andere Büros auf dem riesigen Campus, überwache das Telefon und versuch wen möglich den anrufenden weiter zu helfen.
Ansonsten habe ich mich hier schon halbwegs eingelebt. Ich kenne der Weg den wir jeden Morgen 20 bis 25 Minuten von unserer Wohnung aus zum Projekt laufen auswendig, weiss welchen Bus ich bei der Unihaltestelle wieder nach Hause zurück nehmen muss und kenne mich schon ganz gut auf dem East-Campus aus. Wenn ich WIR schreibe meine ich mich und meine Mitbewohnerin Ina, eine Praktikantin aus Deutschland. Sie ist seit ein paar Wochen hier und fliegt mitte Oktober wieder zurück, von ihr habe ich gerade in den ersten paar Tagen gelernt, wie ich z.b. sicher eine Strasse überquere und wo man hingehen sollte und wo lieber nicht.
Letztes Wochenende habe ich eine Stadtrundfahrt gemacht. Johannesburg hat das übliche äußere Gesicht einer westlichen Großstadt, die gebaut wurde um den in den zahlreiche Goldminen arbeitenden Menschen einen Wohnraum zu bieten. Daher ist Johannesburg die weltweit größte Stadt die nicht an einem Meer oder Fluss liegt. Die Down Town wurde eigentlich gebaut um sie später wieder zu verlassen, doch dann gab es immermehr Gold und Johannesburg wurde zum Wirtschafs- und Finanzzentrum Südafrikas.
Soweit erstmal alles was ich über die Entstehung erfahren habe. Ich werde später noch mehr über die Menschen hier schreiben und die genauen Ziele meines Projektes berichten. Falls ihr noch weitere Fragen habt oder Themen über die ich euch berichten könnte, schreibt einfach ein Kommentar oder sendet mir per facebook oder e-mail eine Nachricht.
Liebe Gruesse
Wiebke

Freitag, 29. August 2014

Erster Eintrag

Willkomen auf meinem Blog. Hier werde ich ab jetzt über mein Jahr in Johannesburg berichten.
Noch habe ich aber ein bisschen Zeit in Deutschland. Abflug in 4 Tagen 17 Stunden und 27 Minuten